Die Geschichten zu meinen Bildern …

Fotopraxis

Bild

Vergängliche Unikate

Eisskulpturen im Winter in Kals am Großglockner in Osttriol, Nationalpark Hohe Tauern.

Abends zur sog. „blauen Stunde“ am Dorferbach.

Die Kälte hat bizarre Gebilde auf den Felsen im Wasser entstehen lassen.

Durch die Langzeitbelichtung verwischt das fließende Wasser, dadurch werden die Eisgebilde betont.

Ein Tag nach diesen Aufnahmen wurden die Eisgebilde unter dem Neuschnee begraben und der Eis-Zauber war vorbei.

 

Zur Technik
Ohne Stativ sind solche Aufnahmen nicht möglich, schon gar nicht abends in der Dämmerung. Die blaue Farbe zaubert der nachtblaue Himmel – ganz ohne Filter. Die Aufnahmen sind zwischen 0,5 und 20 Sekunden lang belichtet, ISO 100, 70-200mm Objektiv und Spiegelvorauslösung.

Ja Frank, ich habe noch keine spiegellose Kamera 😉

 

 

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RHEINAUEN – Hinter der Kamera

Einige Blicke hinter die Kamera – wie die Bilder zu unserer RHEINAUEN-Schau entstanden sind.

Aus der Luft, vom Boot, im Wasser, …

Über Murg und Goldkanal
Mit Heiko Breckwold im Ultraleichtflugzeug über Murg und Goldkanal, im Hintergrund Steinmauern.

Über dem Kohlkopf bei Au am Rhein
Kohlkopf bei Au am Rhein. Diese Aufnahme aus dem April 2014 ist mittlerweile schon historisch. Hier baut das Regierungspräsidium im Rahmen des LIFE+ Programms derzeit um.

Rainer Deible im Kanu
Rainer Deible im Kanu auf der Sauer bei Münchhausen, beim Fotografieren einer startenden Kanadagans.

Kamera und Stativ halb im Wasser
Für Detailaufnahmen steht das Stativ halb im Wasser.
Arno Helfer im Auwald
Abends im Auwald, beim Fotografieren eines Sonnenuntergangs.

 

Andreas Braun beim komponieren der Musik - passend zu den Bildern.
Andreas Braun beim komponieren der Musik – passend zu den Bildern.

 

 

Als Naherholungsgebiet dienen die RHEINAUEN für viele Bewohner der großen Städte und kleineren Dörfer entlang des mittleren Oberrheins. Besonders aus der Luft wird aber schnell deutlich, wie klein dieses Gebiet eigentlich ist und wie zerbrechlich es wirkt.

 

Die einfühlsamen Naturfotografien von Rainer Deible und Arno Helfer sollen zum Erhalt dieser einzigartigen Naturlandschaft und ihrer Flora und Fauna beitragen. Ein letztes, kleines Stück Wildnis in der dicht besiedelten Rheinebene. Wenige Kilometer weiter sind die Auwälder bereits verschwunden.

Heute Abend – Badnerhalle Rastatt – 20:00 Uhr geht es los!

 

 

Naturerlebnis Rheinauen


Graureiher im letzten Licht

Graureiher am Rhein – erste Erfahrungen mit den neuen Tamron SP 150-600mm f5-6,3 Di VC USD

Nach meinen ersten, vielversprechenden Tests an der Canon 5D III hat mich interessiert, wie sich das hochgelobte Objektiv an einer APS-C Crop-Kamera (Faktor 1,6) schlägt. Immerhin kommt diese Kombi auf 960 mm Brennweite!

Das ist schon ein Wort und soviel Brennweite, dass man sich den scheuen Graureihern gut nähern kann, um diese auch formatfüllend fotografieren zu können – ohne die Tiere zu verscheuchen.

Graureiher, Ardea cinerea - Rheinauen, Deutschland
Graureiher  (Ardea cinerea) – Rheinauen bei Au am Rhein, Deutschland
Canon 7D – Tamron SP 150-600mm f5-6,3 Di VC USD – ISO 320 – 600mm – f6,3 – 1/250

Das Objektiv macht wirklich viel Spaß, ist Spritzwassergeschützt, hat einen Bildstabilisator (VC Vibration Compensation) und einen Ultraschallmotor (USD Ultrasonic Silent Drive). Schön wären 2 Gewindebohrungen an der Stativschelle, zum  besseren Schutz gegen verdrehen der Schnellwechselplatte. Die Feststellschraube der Stativschelle ist entgegen meiner Canon-Stativschelle schräg nach oben anstatt nach unten gerichtet. Das finde ich nicht ganz optimal gelöst.

Graureiher, Ardea cinerea - Rheinauen, Deutschland

Graureiher  (Ardea cinerea) – Rheinauen bei Au am Rhein, Deutschland
Canon 7D – Tamron SP 150-600mm f5-6,3 Di VC USD – ISO 320 – 600mm – f6,3 – 1/400

 

Bei solchen Lichtverhältnissen könnte man natürlich gut 1 oder 2 Blenden mehr Lichtstärke vertragen, aber dafür muss man schon rund den 10-fachen (!) Preis für die deutlich schwereren Lichtriesen auf den Ladentisch blättern 😉
Mit knapp 2 kg Gewicht ist das Tamron noch gut tragbar und bietet viel Flexibilität.

Graureiher, Ardea cinerea - Rheinauen, Deutschland
Graureiher  (Ardea cinerea) – Rheinauen bei Au am Rhein, Deutschland
Canon 7D – Tamron SP 150-600mm f5-6,3 Di VC USD – ISO 100 – 600mm – f18 – 1/8

Um die unruhige Strömung des Wassers weicher darzustellen, habe ich bei diesem Bild eine relativ lange Verschlusszeit verwendet. Die Reiher halten wirklich erstaunlich ruhig ihre Stellung, ansonsten wäre so eine Aufnahme nicht möglich.

Diese Aufnahmen sind alle vom Stativ entstanden. Zu dem Bildstabilisator kann ich noch nicht viel sagen. Die seitlichen Bedienelemente (AF/MF, Stabilisator ON/OFF und die AF-Beschränkung FULL oder 15m bis unendlich) fallen leider etwas flach aus und sind mit Handschuhen nicht optimal zu bedienen.

Graureiher, Ardea cinerea, umringt von Mücken - Rheinauen, Deutschland

Graureiher  (Ardea cinerea) – Rheinauen bei Au am Rhein, Deutschland
Canon 7D – Tamron SP 150-600mm f5-6,3 Di VC USD – ISO 100 – 600mm – f6,3 – 1/250

Dieser Kollege hier ist umringt von Mücken, und blickt ziemlich verblüfft in meine Richtung.

 

Das Objektiv ‚Made in China‘ wirkt insgesamt sehr wertig und gut verarbeitet. Der Autofocus funktioniert treffsicher, schnell und leise.
Die Abbildungsleistung ist vor allem an der Canon 5D III nach meinem Ermessen sehr gut.
Aber irgendwo muss sich der hohe Preisunterschied natürlich auch negativ bemerkbar machen:
Bei extremen Lichtverhältnissen (sehr heller Hintergrund) zeigen einige Aufnahmen leichte chromatische Aberrationen, also Farbsäume am Übergang hell/dunkel. Vignettierungen konnte ich bisher noch nicht feststellen.

 

Tamron SP 150-600mm f5-6.3 Di VC USD

Soweit mein erster Eindruck nach den ersten ca. 300 Aufnahmen.

 

Wie sich das Objektiv in der rauhen Natur halten wird – vor allem bei widrigen Umständen und nach oftmaligem Zoomen – muss sich noch zeigen …

 

 

 

 


SONY RX100 und CANON 5D Mark III

SONY RX 100

SONY DSC RX 100

Ich wollte einige Testaufnahmen mit der kleinen SONY RX100 machen, um die Ergebnisse mit einer ausgewachsenen Spiegelreflexkamera zu vergleichen. Also auf zu einem meiner Lieblingsgebiete, dem Naturschutzgebiet Bremengrund zwischen Au am Rhein und Rheinstetten.

Nach dem kurzen Spaziergang viel mir zuerst ein Auto auf, das gleich neben dem nicht zu übersehenden Schild ‚Naturschutzgebiet‘ geparkt war. Dann die Absperrung: Bitte nicht weiter gehen – Jagdbetrieb – Lebensgefahr!

Jagdbetrieb, Lebensgefahr, Bremengrund ist gesperrt - Canon EOS 5D Mark III, EF 17-40mm f/4 USM L

Jagdbetrieb, Lebensgefahr, Bremengrund gesperrt – Canon EOS 5D Mark III, EF 17-40mm f/4 USM L

Da kamen auch schon die anderen Wagen der Jäger angefahren. Auf meine Frage, was sie denn jagen wollen, kam ein knappes: „Sauen!“. Eine Treibjagd auf Wildschweine mitten am Tag! Die Jäger gaben mir 10 Minuten, dann sollte ich die Furt wieder verlassen. Also schnell Stativ aufgebaut, einige Aufnahmen und dann in Deckung 😉

Um es vorweg zu nehmen: die Bildqualität der kleinen Sony ist gut. Die hohen Kontraste bei dieser leichten Gegenlichtaufnahme sind kein Problem.

Leichte Gegenlichtaufnahme - SONY RX 100

Leichte Gegenlichtaufnahme – SONY RX 100

Allerdings waren der  RX100 schnell die -2°C zu kalt und auf dem Monitor erschien eine lapidare Meldung: „Aus- und dann wieder einschalten.“  Beides hat aber nicht funktioniert!?!

Keine Chance gegen die CANON 5D Mark III oder die CANON 7D, die sich selbst im harten Wintereinsatz bei -30°C überhaupt nichts anmerken lassen und einfach weiter funktionieren!

Nach einer kurzen Erholung im warmen Auto und einmal Akku raus und wieder rein, hatte sich die kleine SONY dann wieder erholt. Die Kamera ist gerade mal 10cm breit, 3,6 cm tief (genau: Breite 101,6 mm, Höhe 58,1 mm, Tiefe 35,9 mm), wiegt incl. Akku 240 g und passt prima in eine Jackentasche. Das Aluminiumgehäuse wirkt insgesamt sehr hochwertig.

SONY RX 100

SONY RX 100

CANON EOS 5D Mark III

CANON EOS 5D Mark III

Grössenvergleich der beiden ungleichen Kameras.

Kormorane, Graureiher, Enten und Möwen auf der kleinen Insel im Fermasee

Kormorane, Graureiher, Enten und Möwen auf der kleinen Insel im Fermasee
Canon EOS 5D Mark III, EF 400mm f/5.6 USM L

Am Ufer des Fermasees war es dann doch etwas ruhiger als im Jagdgebiet und schnell zeigte sich nach den ersten Aufnahmen, dass der Monitor der SONY RX100 im Sonnenlicht einfach keine Chance gegen den hervorragenden Sucher der CANON 5D Mark III hat. OK, der Vergleich ist sicher nicht ganz fair, aber der Anspruch der kleinen SONY mit dem 1″-Chip, 20 Megapixel und dem lichtstarken F1,8 Carl Zeiss Vario-Sonnar Objektiv zielt ja eindeutig auf gute Qualität. Das waren für mich neben der Jackentaschengröße die Kriterien für diese Kamera – als Ergänzung, zu den beiden CANON 5D und 7D.

Making Of ... - die 'große' CANON aufgenommen mit der 'kleinen' SONY RX 100

Making Of … – die ‚große‘ CANON aufgenommen mit der ‚kleinen‘ SONY RX 100

Hier sieht man am oberen Bildrand Schwächen beim Übergang der feinen Aststrukturen in den hellen Himmel. Mit den Bildern aus der 5D3 nicht zu vergleichen. Hier kommt der CANON der Vollformatsensor und auch die Grösse der Pixel entgegen.

Zur Verdeutlichung eine Gegenüberstellung der Sensorgrössen:

Größenvergleich der verschiedenen Sensoren

Deutlicher wird es noch, wenn man die Größen im direkten Vergleich zum klassischen Dia sieht:

Sensorgrößen im Vergleich zum klassischen Dia

Das Carl Zeiss Objektiv der RX 100 mit 28-100mm Brennweite hat eine Lichtstärke von 1,8 im Weitwinkel bis 4,9 im Telebereich.

Die Lichtstärke ist allerdings nicht mit  F1,8 bei einer DSLR vergleichbar. Durch die geringere Sensorgröße bleibt effektiv nur F4,9-13,4. Daraus lässt sich die begrenzte Möglichkeit der von SONY beworbenen ‚wunderschönen Unschärfeeffekte‘ ermessen.

In der Mitte des Zoombereichs also bei ca. 65mm Brennweite ist die maximale Blende nur noch F3,5. Die F1,8 sind nur am Anschlag bei 28mm möglich.Im Vergleich zu den Massenkameras mit noch kleineren Sensoren ist das trotzdem sehr gut!

Sehr cool ist die Panoramafunktion, die JPEG-Dateien im Format von ca. 70 x 15 cm liefert. RAW-Files werden hier keine erzeugt. Die Ergebnisse auch ohne Stativ sind erstaunlich gut. Für professionelle, großformatige FineArt-Prints würde ich trotzdem immer auf die 5D3 zurückgreifen, aber für Aufnahmen auf die Schnelle ist das Ergebnis absolut OK.

Fermasee / Panorama - Sony RX 100

Fermasee / Panorama – Sony RX 100

Das Drehrad vorne am Objektiv ist gut gelöst und kann mit vielen Einstellungen belegt werden. Ich regle damit hauptsächlich die Belichtungskorrektur, u.a. wenn der Miniaturblitz bei Portraits zum Einsatz kommt.

Die RAW-Files (.ARW Dateigröße ca. 21 MB) lassen sich mit Aperture (noch) nicht öffnen. Dafür kann SONY natürlich nichts und Apple ist diesbezüglich bekanntlich etwas träger als Adobe.

Das Menü ist selbsterklärend, die Tasten können konfiguriert werden. Allerdings lassen sich die zu klein geratenen Tasten mit Handschuhen nicht bedienen. Das Wählrad dagegen ist sehr gut. Was mich genervt hat war die Hilfeanzeige, die nach jeder Umstellung des Aufnahmemodus mit ‚OK‘ bestätigt werden musste. Das lies sich aber schnell über den Menüpunkt ‚Hilfe zum Moduswahlkn.‘ abschalten. Im Display lassen sich Gitterlinien und eine Wasserwaage einblenden, was zur Verhinderung eines schrägen Horizonts sehr sinnvoll ist.

Das Aufnahmeformat lässt sich auf 3:2, 4:3, 16:9, 1:1 einstellen, das ist mir aber nicht so wichtig, da ich das alles später in Aperture einstelle. Ich fotografiere immer im Format 3:2!

Die vielen möglichen Bildeffekte und Video’s habe ich noch nicht getestet, ist mir persönlich bei dieser Kamera aber auch nicht so wichtig. Zum Bildrauschen bei höheren ISO-Werten kann ich leider noch nichts sagen.

Der Spaßfaktor und die Bildqualität der CANON 5D Mark III ist für die kleine SONY aus meiner Sicht unerreichbar. Dagegen passt die 5D halt nicht in eine Jackentasche! Insgesamt ist es schon erstaunlich, was die ‚Kleinen‘ heute alles können!

Für den Anfang hat mir das erst mal gereicht – die wichtigen Aufnahmen habe ich dann doch lieber mit der 5D3 gemacht:

Detail am Ufer - Steine, Schilf, Eis - HDR aus 3 Aufnahmen, direkt aus der Kamera CANON EOS 5D Mark III, EF 100mm f/2.8 USM Macro

Detail am Ufer – Steine, Schilf, Eis – HDR aus 3 Aufnahmen, direkt aus der Kamera
CANON EOS 5D Mark III, EF 100mm f/2.8 USM Macro

Detail am Ufer - Äste, Eis - CANON EOS 5D Mark III, EF 100mm f/2.8 USM Macro

Detail am Ufer – Äste, Eis – CANON EOS 5D Mark III, EF 100mm f/2.8 USM Macro

Making Of ... - CANON EOS 5D Mark III im Einsatz - Sony RX 100

Making Of … – CANON EOS 5D Mark III im Einsatz – Sony RX 100

Making Of ... - CANON EOS 5D Mark III im Einsatz - Sony RX 100

Making Of … – CANON EOS 5D Mark III im Einsatz – Sony RX 100

Feder am Ufer - CANON EOS 5D Mark III, EF 100mm f/2.8 USM Macro

Feder am Ufer – CANON EOS 5D Mark III, EF 100mm f/2.8 USM Macro

Making Of ... - CANON EOS 5D Mark III im Einsatz - Sony RX 100

Making Of … – CANON EOS 5D Mark III im Einsatz – Sony RX 100

Laub - CANON EOS 5D Mark III, EF 100mm f/2.8 USM Macro

Laub – CANON EOS 5D Mark III, EF 100mm f/2.8 USM Macro

Insel im Fermasee - CANON EOS 5D Mark III, EF 70-200mm f/4.0 L IS USM

Insel im Fermasee – CANON EOS 5D Mark III, EF 70-200mm f/4.0 L IS USM

Fazit:
Ich sehe die Sony RX 100 als Ergänzung zu der Qualität, Schnelligkeit und den vielfältigen Möglichkeiten meiner DSLR mit ihren Wechselobjektiven im Weitwinkel, Tele, Makro, u.s.w.  sowie als Point-and-Shoot, falls der Fotorucksack zu Hause bleiben muss. Im Gegensatz zu den PEN, NEX, N1 oder M -Modellen ist aus meiner Sicht die sehr kompakte Größe der Pluspunkt. Das ist aber reine Geschmacksache!


Fotografieren im Regen

Landschaftsfotografie im strömenden Regen

November, Dauerregen, 5-6° C – nicht gerade das was man gemütlich nennt.
Macht nix: mit Fotorucksack und Stativ raus in die Natur.

Mein Ziel war der Fermasee in Rheinstetten.


Zu dieser Jahreszeit ist es dort eher ruhig – besonders bei solchem Wetter. Ab und zu waren nur einige Jogger oder Spaziergänger mit ihren Hunden zu sehen.


Eine Saatkrähe beobachtet die Situation vom höchsten Punkt der kleinen Insel. Im Wasser davor tummeln sich 2 Haubentaucher. Am gegenüberliegenden Ufer sitzt ein Graureiher geduldig auf einem Ast. (zum Vergrößern anklicken)


Diese Witterung mit dem leichten Dunst bietet spezielle Lichtverhältnisse, und die herbstlichen Farben der Bäume im Hintergrund kommen gut zur Geltung. Ebenso werden die verschiedenen Farben der vielen kleinen Blättchen an der Uferzone bei diesem Licht schön betont.

Für das Equipment bedeutet das natürlich Vollstress!

Gehäuse und Objektiv sind nach einiger Zeit unweigerlich ziemlich nass. Mein Foto-Rucksack war gut durch einen Schutzüberzug geschützt. Irgendwann habe ich die Kamera dann schon gar nicht mehr darin verstaut, sondern unter der Jacke geschützt. Wichtig für die Objektive sind in so einem Fall die Sonnenblenden um zu verhindern, dass die Regentropfen auf die Frontlinse gelangen. Beim Objektivwechsel ist natürlich höchste Vorsicht geboten, denn Wasser in der Kamera gilt es unter allen Umständen zu vermeiden!

Für die modernen und robusten Kameras mit Magnesiumgehäuse und spezieller Versiegelung für Staub- und Feuchtigkeitsschutz (!) ist so ein Regen eigentlich kein Problem. Egal ob Nikon, Canon oder sonst etwas draufsteht.

Mit einer einfachen Kamera würde ich das aber eher nicht empfehlen 😉


Wie werden Bilder richtig scharf?

Abendflug einer Lachmöwe – Rheinauen bei Au am Rhein

Nikon D200 – AF  300mm  f4,0 – ISO 320 – f4,0 0 ev – 1/60 sec. – Gitzo-Stativ 

Scharfe Bilder:
Ein Thema, das – wenn es nach der Werbung der Fotoindustrie geht – gar kein Thema mehr sein soll!

Immer mehr Autofocus-Felder in den Kameras mit Servo- oder Continous-Autofokus, schnelle Ultraschallmotoren – und trotzdem werden manche Aufnahmen nicht so hundertprozentig scharf?

Also eins nach dem anderen:

1. Für richtig scharfe Bilder geht nichts über ein stabiles Stativ!

2. Automatiken verstehen (lernen)!
Was macht denn mein Autofokus, beim scharf stellen? Welchen AF-Modus hab ich eingestellt?

3. Richtig scharf stellen!
Immer auf die Augen fokussieren! Die Kamera kann nicht wissen, was ich scharf haben will.

4. Üben, üben, üben!

Zuerst muss ermittelt werden, ob Verwacklungsunschärfen oder falsche Fokussierung die Ursache des Problems sind!

Verwacklungsunschärfen treten auf, weil z.B. die Belichtungszeit zu lange gewählt wurde (wenig Licht, lange Brennweiten, lange Verschlusszeiten, u.s.w.). In diesem Fall gilt – für Fotos aus der Hand – die Faustregel:

Verschlusszeit = 1/Brennweite

D.h. bei einer Brennweite von 300mm (ggf. + Cropfaktor durch APS-C Sensor (Nikon 1,5 / Canon 1,6)) – also z.B. 450mm bzw. 480mm Brennweite sollte mit einer Verschlusszeit von 1/450 bzw. 1/480 sec fotografiert werden. Das ergibt an der Kamera eine Verschlusszeit von 1/500 sec.

IS / VR & Co.
Diese Zeiten können durch den Einsatz von Bildstabilisatoren (ImageStabilizer (Canon) oder Vibration Reduction (Nikon)) um ca. 2-3 Stufen verlängert werden. Allerdings ist es immer ratsam, sich trotzdem (soweit möglich) an diese Formel zu halten!

Wenn es sich um Fehlfokussierungen handelt – der klassische Fall: Hintergrund ist total scharf, aber die Person im Vordergrund leider total verschwommen 😉 dann erst mal Trockenübungen machen, bevor man sich an Flugbilder von Greifvögel den Spaß verdirbt.

Also:

– man suche sich (vorerst) ein ruhendes Objekt, das nicht flüchten kann

– stelle den automatische Wechsel der Autofokusfelder ab und das mittlere Autofokus-Messfeld manuell ein. Hier handelt es sich i.d.R. um einen Kreuzsensor, der  auf waagerechte und senkrechte Strukturen scharf stellt (im Gegensatz zu den Liniensensoren). Moderne Kameras, wie z.B. die Canon 7D haben nur noch Kreuzsensoren verbaut, die hervorragend funktionieren.

– dann noch auf  One-Shot-Betrieb (bei Canon) oder AF-S (bei Nikon) stellen  – also kein Servo-AF oder AI-Focus (für diesen Test) verwenden

Dann auf eine Stelle mit viele Kontrast scharfstellen.

Genau auf diesem Punkt (siehe rotes Fokusfeld) muss die Schärfe liegen!
Ist das nicht der Fall, könnte es auch sein, dass am Objektiv ein Fehler vorliegt. Man spricht hier von Front- oder Backfokus. Solche Fehler können z.B. durch Justierungstoleranzen oder durch Abbildungsfehler entstehen. Wenn das der Fall ist, muss das Problem noch genauer untersucht werden. Hierzu gibt es Testbilder die man unter ‚kontrollierten Bedingungen‘ abfotografieren kann. Handelt es sich tatsächlich um ein Fokusproblem, dann würde ich das Objektiv direkt zum Hersteller schicken, um es justieren zu lassen!

Aber sehr oft handelt es sich um persönliche ‚Stockfehler‘ – wie man im Eishockey sagen würde …

Wenn der Fokus „sitzt“, kann es losgehen, mit der Fotojagd nach beweglichen Motiven – unter Einsatz von Servo-AF, AF-Spotmessung, AF-Zonenbetrieb, AF-Messfeldwechsel, u.s.w.
Viel Erfolg dabei!

Das macht natürlich mehr Spaß, als Eishockey-Figuren zu fotografieren … 😉

Und wer nicht damit klarkommt, kann ja immer noch den AF abschalten und manuell fokussieren! Das geht natürlich auch immer noch, und mit der Lupenfunktion im Live-View lässt sich die Schärfe prima am Display kontrollieren.


Fotografieren im Nebel

Höckerschwäne im Nebel - Fermasee, Rheinstetten

Zu meinen absoluten Lieblingsthemen gehört das Fotografieren im Nebel.

Im Nebel herrscht eine ganz besondere Atmosphäre.
Alles wird reduziert, die Farben, die Geräusche, der Horizont verschwindet.
Oft kehrt dann absolute Stille ein.
Das ist in unserem dicht besiedelten, kleinen ‚Ländle‘ nicht so selbstverständlich 😉
weil fast immer störende Geräusche zu hören sind. Hier ein Bagger, da ein Flugzeug oder der Autolärm …

Das Fotografieren in solchen Bedingungen ist nicht ganz so einfach. Das Fokusieren muss manchmal manuell erfolgen, wenn der Autofocus keine Kontraste oder Angriffspunkte mehr findet. Die Belichtung muss manuell korrigiert werden, sonst hat man sprichwörtlich den ‚Nebel des Grauens‘ auf den Bildern.

Nebel am Fermasee, Rheinstetten

Kormorane schemenhaft im Nebel