Die Geschichten zu meinen Bildern …

Fototechnik

Graureiher im letzten Licht

Graureiher am Rhein – erste Erfahrungen mit den neuen Tamron SP 150-600mm f5-6,3 Di VC USD

Nach meinen ersten, vielversprechenden Tests an der Canon 5D III hat mich interessiert, wie sich das hochgelobte Objektiv an einer APS-C Crop-Kamera (Faktor 1,6) schlägt. Immerhin kommt diese Kombi auf 960 mm Brennweite!

Das ist schon ein Wort und soviel Brennweite, dass man sich den scheuen Graureihern gut nähern kann, um diese auch formatfüllend fotografieren zu können – ohne die Tiere zu verscheuchen.

Graureiher, Ardea cinerea - Rheinauen, Deutschland
Graureiher  (Ardea cinerea) – Rheinauen bei Au am Rhein, Deutschland
Canon 7D – Tamron SP 150-600mm f5-6,3 Di VC USD – ISO 320 – 600mm – f6,3 – 1/250

Das Objektiv macht wirklich viel Spaß, ist Spritzwassergeschützt, hat einen Bildstabilisator (VC Vibration Compensation) und einen Ultraschallmotor (USD Ultrasonic Silent Drive). Schön wären 2 Gewindebohrungen an der Stativschelle, zum  besseren Schutz gegen verdrehen der Schnellwechselplatte. Die Feststellschraube der Stativschelle ist entgegen meiner Canon-Stativschelle schräg nach oben anstatt nach unten gerichtet. Das finde ich nicht ganz optimal gelöst.

Graureiher, Ardea cinerea - Rheinauen, Deutschland

Graureiher  (Ardea cinerea) – Rheinauen bei Au am Rhein, Deutschland
Canon 7D – Tamron SP 150-600mm f5-6,3 Di VC USD – ISO 320 – 600mm – f6,3 – 1/400

 

Bei solchen Lichtverhältnissen könnte man natürlich gut 1 oder 2 Blenden mehr Lichtstärke vertragen, aber dafür muss man schon rund den 10-fachen (!) Preis für die deutlich schwereren Lichtriesen auf den Ladentisch blättern 😉
Mit knapp 2 kg Gewicht ist das Tamron noch gut tragbar und bietet viel Flexibilität.

Graureiher, Ardea cinerea - Rheinauen, Deutschland
Graureiher  (Ardea cinerea) – Rheinauen bei Au am Rhein, Deutschland
Canon 7D – Tamron SP 150-600mm f5-6,3 Di VC USD – ISO 100 – 600mm – f18 – 1/8

Um die unruhige Strömung des Wassers weicher darzustellen, habe ich bei diesem Bild eine relativ lange Verschlusszeit verwendet. Die Reiher halten wirklich erstaunlich ruhig ihre Stellung, ansonsten wäre so eine Aufnahme nicht möglich.

Diese Aufnahmen sind alle vom Stativ entstanden. Zu dem Bildstabilisator kann ich noch nicht viel sagen. Die seitlichen Bedienelemente (AF/MF, Stabilisator ON/OFF und die AF-Beschränkung FULL oder 15m bis unendlich) fallen leider etwas flach aus und sind mit Handschuhen nicht optimal zu bedienen.

Graureiher, Ardea cinerea, umringt von Mücken - Rheinauen, Deutschland

Graureiher  (Ardea cinerea) – Rheinauen bei Au am Rhein, Deutschland
Canon 7D – Tamron SP 150-600mm f5-6,3 Di VC USD – ISO 100 – 600mm – f6,3 – 1/250

Dieser Kollege hier ist umringt von Mücken, und blickt ziemlich verblüfft in meine Richtung.

 

Das Objektiv ‚Made in China‘ wirkt insgesamt sehr wertig und gut verarbeitet. Der Autofocus funktioniert treffsicher, schnell und leise.
Die Abbildungsleistung ist vor allem an der Canon 5D III nach meinem Ermessen sehr gut.
Aber irgendwo muss sich der hohe Preisunterschied natürlich auch negativ bemerkbar machen:
Bei extremen Lichtverhältnissen (sehr heller Hintergrund) zeigen einige Aufnahmen leichte chromatische Aberrationen, also Farbsäume am Übergang hell/dunkel. Vignettierungen konnte ich bisher noch nicht feststellen.

 

Tamron SP 150-600mm f5-6.3 Di VC USD

Soweit mein erster Eindruck nach den ersten ca. 300 Aufnahmen.

 

Wie sich das Objektiv in der rauhen Natur halten wird – vor allem bei widrigen Umständen und nach oftmaligem Zoomen – muss sich noch zeigen …

 

 

 

 

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Treibgut

Meine Ausstellungsbilder 2013:
„Treibgut“
Treibgut - Breiðavík, Westfjorde, Island

Canon EOS 5D Mark III, EF 17-40mm f/4L – ISO 100, 33mm, f/8, 1/400

 
Noch ein etwas abstraktes Bild;)
Das ist ein Detail eines alten Baumstamms, dessen Strukturen sich mit dem feinen Sand des Strands vermischen. Die rauhe Natur der Westfjorde ist diesem alten Baumstamm förmlich anzusehen.
Aufgenommen ist dieses Bild an diesem hellen und extrem breiten Strand von Breiðavík in den Westfjorden Islands.
 
Breiðavík, Westfjorde - Island
 
Strand von Breiðavík, Westfjorde - Island
Um erst mal zu dem Strand zu gelangen, muss man eine unscheinbare Wiese durchqueren, die von Küstenseeschwalben als Brutfläche genutzt wird. Doch das ist eine andere Geschichte …

 
 
 
Mehr über Island:

Island – 10 Tage, 10 Bilder Papageitaucher in Latrabjarg Jökulsárlón Hveravellir

 
 
 

Schilf abstrakt

Meine Ausstellungsbilder 2013:
„Schilf“
Schilf abstrakt
Canon 7D, EF70-200mm f/4L IS USM – ISO 100, 191mm, +0,33ev, f/11, 1/100

Dieses etwas abstrakte und grafische schwarz-weiß Foto hat bereits am ersten Ausstellungstag einige Besucher ‚beschäftigt‘ und zum Nachdenken angeregt.
„Was ist das?“
„Ein Gemälde abfotografiert?“


Zur Auflösung:
Diese Aufnahme entstand an einem schönen, windstillen und nebligen Sommermorgen in Särna, Dalarna – Schweden, an einer kleinen Bucht am Särnsjön.

Durch den Nebel verschwindet in der Detailaufnahme jeder Anhaltspunkt, der Horizont fehlt komplett. Dadurch scheinen die Halme förmlich im Nichts zu ’schweben‘.
Die Spieglungen im ruhigen Wasser verstärkt die grafische Wirkung.

Die folgende Aufnahme der Umgebung zeigt das Schilf im Vordergrund.

Morgenstimmung am Särnsjön, Österdalälven, Dalarna - Schweden

Hier ein Detailbild in Farbe:

Das wirkt durch den grauen Hintergrund relativ trist und eher unfreundlich.
Daher habe ich mich bei dem Ausstellungsbild für Schwarz-Weiß entschieden.




SONY RX100 und CANON 5D Mark III

SONY RX 100

SONY DSC RX 100

Ich wollte einige Testaufnahmen mit der kleinen SONY RX100 machen, um die Ergebnisse mit einer ausgewachsenen Spiegelreflexkamera zu vergleichen. Also auf zu einem meiner Lieblingsgebiete, dem Naturschutzgebiet Bremengrund zwischen Au am Rhein und Rheinstetten.

Nach dem kurzen Spaziergang viel mir zuerst ein Auto auf, das gleich neben dem nicht zu übersehenden Schild ‚Naturschutzgebiet‘ geparkt war. Dann die Absperrung: Bitte nicht weiter gehen – Jagdbetrieb – Lebensgefahr!

Jagdbetrieb, Lebensgefahr, Bremengrund ist gesperrt - Canon EOS 5D Mark III, EF 17-40mm f/4 USM L

Jagdbetrieb, Lebensgefahr, Bremengrund gesperrt – Canon EOS 5D Mark III, EF 17-40mm f/4 USM L

Da kamen auch schon die anderen Wagen der Jäger angefahren. Auf meine Frage, was sie denn jagen wollen, kam ein knappes: „Sauen!“. Eine Treibjagd auf Wildschweine mitten am Tag! Die Jäger gaben mir 10 Minuten, dann sollte ich die Furt wieder verlassen. Also schnell Stativ aufgebaut, einige Aufnahmen und dann in Deckung 😉

Um es vorweg zu nehmen: die Bildqualität der kleinen Sony ist gut. Die hohen Kontraste bei dieser leichten Gegenlichtaufnahme sind kein Problem.

Leichte Gegenlichtaufnahme - SONY RX 100

Leichte Gegenlichtaufnahme – SONY RX 100

Allerdings waren der  RX100 schnell die -2°C zu kalt und auf dem Monitor erschien eine lapidare Meldung: „Aus- und dann wieder einschalten.“  Beides hat aber nicht funktioniert!?!

Keine Chance gegen die CANON 5D Mark III oder die CANON 7D, die sich selbst im harten Wintereinsatz bei -30°C überhaupt nichts anmerken lassen und einfach weiter funktionieren!

Nach einer kurzen Erholung im warmen Auto und einmal Akku raus und wieder rein, hatte sich die kleine SONY dann wieder erholt. Die Kamera ist gerade mal 10cm breit, 3,6 cm tief (genau: Breite 101,6 mm, Höhe 58,1 mm, Tiefe 35,9 mm), wiegt incl. Akku 240 g und passt prima in eine Jackentasche. Das Aluminiumgehäuse wirkt insgesamt sehr hochwertig.

SONY RX 100

SONY RX 100

CANON EOS 5D Mark III

CANON EOS 5D Mark III

Grössenvergleich der beiden ungleichen Kameras.

Kormorane, Graureiher, Enten und Möwen auf der kleinen Insel im Fermasee

Kormorane, Graureiher, Enten und Möwen auf der kleinen Insel im Fermasee
Canon EOS 5D Mark III, EF 400mm f/5.6 USM L

Am Ufer des Fermasees war es dann doch etwas ruhiger als im Jagdgebiet und schnell zeigte sich nach den ersten Aufnahmen, dass der Monitor der SONY RX100 im Sonnenlicht einfach keine Chance gegen den hervorragenden Sucher der CANON 5D Mark III hat. OK, der Vergleich ist sicher nicht ganz fair, aber der Anspruch der kleinen SONY mit dem 1″-Chip, 20 Megapixel und dem lichtstarken F1,8 Carl Zeiss Vario-Sonnar Objektiv zielt ja eindeutig auf gute Qualität. Das waren für mich neben der Jackentaschengröße die Kriterien für diese Kamera – als Ergänzung, zu den beiden CANON 5D und 7D.

Making Of ... - die 'große' CANON aufgenommen mit der 'kleinen' SONY RX 100

Making Of … – die ‚große‘ CANON aufgenommen mit der ‚kleinen‘ SONY RX 100

Hier sieht man am oberen Bildrand Schwächen beim Übergang der feinen Aststrukturen in den hellen Himmel. Mit den Bildern aus der 5D3 nicht zu vergleichen. Hier kommt der CANON der Vollformatsensor und auch die Grösse der Pixel entgegen.

Zur Verdeutlichung eine Gegenüberstellung der Sensorgrössen:

Größenvergleich der verschiedenen Sensoren

Deutlicher wird es noch, wenn man die Größen im direkten Vergleich zum klassischen Dia sieht:

Sensorgrößen im Vergleich zum klassischen Dia

Das Carl Zeiss Objektiv der RX 100 mit 28-100mm Brennweite hat eine Lichtstärke von 1,8 im Weitwinkel bis 4,9 im Telebereich.

Die Lichtstärke ist allerdings nicht mit  F1,8 bei einer DSLR vergleichbar. Durch die geringere Sensorgröße bleibt effektiv nur F4,9-13,4. Daraus lässt sich die begrenzte Möglichkeit der von SONY beworbenen ‚wunderschönen Unschärfeeffekte‘ ermessen.

In der Mitte des Zoombereichs also bei ca. 65mm Brennweite ist die maximale Blende nur noch F3,5. Die F1,8 sind nur am Anschlag bei 28mm möglich.Im Vergleich zu den Massenkameras mit noch kleineren Sensoren ist das trotzdem sehr gut!

Sehr cool ist die Panoramafunktion, die JPEG-Dateien im Format von ca. 70 x 15 cm liefert. RAW-Files werden hier keine erzeugt. Die Ergebnisse auch ohne Stativ sind erstaunlich gut. Für professionelle, großformatige FineArt-Prints würde ich trotzdem immer auf die 5D3 zurückgreifen, aber für Aufnahmen auf die Schnelle ist das Ergebnis absolut OK.

Fermasee / Panorama - Sony RX 100

Fermasee / Panorama – Sony RX 100

Das Drehrad vorne am Objektiv ist gut gelöst und kann mit vielen Einstellungen belegt werden. Ich regle damit hauptsächlich die Belichtungskorrektur, u.a. wenn der Miniaturblitz bei Portraits zum Einsatz kommt.

Die RAW-Files (.ARW Dateigröße ca. 21 MB) lassen sich mit Aperture (noch) nicht öffnen. Dafür kann SONY natürlich nichts und Apple ist diesbezüglich bekanntlich etwas träger als Adobe.

Das Menü ist selbsterklärend, die Tasten können konfiguriert werden. Allerdings lassen sich die zu klein geratenen Tasten mit Handschuhen nicht bedienen. Das Wählrad dagegen ist sehr gut. Was mich genervt hat war die Hilfeanzeige, die nach jeder Umstellung des Aufnahmemodus mit ‚OK‘ bestätigt werden musste. Das lies sich aber schnell über den Menüpunkt ‚Hilfe zum Moduswahlkn.‘ abschalten. Im Display lassen sich Gitterlinien und eine Wasserwaage einblenden, was zur Verhinderung eines schrägen Horizonts sehr sinnvoll ist.

Das Aufnahmeformat lässt sich auf 3:2, 4:3, 16:9, 1:1 einstellen, das ist mir aber nicht so wichtig, da ich das alles später in Aperture einstelle. Ich fotografiere immer im Format 3:2!

Die vielen möglichen Bildeffekte und Video’s habe ich noch nicht getestet, ist mir persönlich bei dieser Kamera aber auch nicht so wichtig. Zum Bildrauschen bei höheren ISO-Werten kann ich leider noch nichts sagen.

Der Spaßfaktor und die Bildqualität der CANON 5D Mark III ist für die kleine SONY aus meiner Sicht unerreichbar. Dagegen passt die 5D halt nicht in eine Jackentasche! Insgesamt ist es schon erstaunlich, was die ‚Kleinen‘ heute alles können!

Für den Anfang hat mir das erst mal gereicht – die wichtigen Aufnahmen habe ich dann doch lieber mit der 5D3 gemacht:

Detail am Ufer - Steine, Schilf, Eis - HDR aus 3 Aufnahmen, direkt aus der Kamera CANON EOS 5D Mark III, EF 100mm f/2.8 USM Macro

Detail am Ufer – Steine, Schilf, Eis – HDR aus 3 Aufnahmen, direkt aus der Kamera
CANON EOS 5D Mark III, EF 100mm f/2.8 USM Macro

Detail am Ufer - Äste, Eis - CANON EOS 5D Mark III, EF 100mm f/2.8 USM Macro

Detail am Ufer – Äste, Eis – CANON EOS 5D Mark III, EF 100mm f/2.8 USM Macro

Making Of ... - CANON EOS 5D Mark III im Einsatz - Sony RX 100

Making Of … – CANON EOS 5D Mark III im Einsatz – Sony RX 100

Making Of ... - CANON EOS 5D Mark III im Einsatz - Sony RX 100

Making Of … – CANON EOS 5D Mark III im Einsatz – Sony RX 100

Feder am Ufer - CANON EOS 5D Mark III, EF 100mm f/2.8 USM Macro

Feder am Ufer – CANON EOS 5D Mark III, EF 100mm f/2.8 USM Macro

Making Of ... - CANON EOS 5D Mark III im Einsatz - Sony RX 100

Making Of … – CANON EOS 5D Mark III im Einsatz – Sony RX 100

Laub - CANON EOS 5D Mark III, EF 100mm f/2.8 USM Macro

Laub – CANON EOS 5D Mark III, EF 100mm f/2.8 USM Macro

Insel im Fermasee - CANON EOS 5D Mark III, EF 70-200mm f/4.0 L IS USM

Insel im Fermasee – CANON EOS 5D Mark III, EF 70-200mm f/4.0 L IS USM

Fazit:
Ich sehe die Sony RX 100 als Ergänzung zu der Qualität, Schnelligkeit und den vielfältigen Möglichkeiten meiner DSLR mit ihren Wechselobjektiven im Weitwinkel, Tele, Makro, u.s.w.  sowie als Point-and-Shoot, falls der Fotorucksack zu Hause bleiben muss. Im Gegensatz zu den PEN, NEX, N1 oder M -Modellen ist aus meiner Sicht die sehr kompakte Größe der Pluspunkt. Das ist aber reine Geschmacksache!


Wie werden Bilder richtig scharf?

Abendflug einer Lachmöwe – Rheinauen bei Au am Rhein

Nikon D200 – AF  300mm  f4,0 – ISO 320 – f4,0 0 ev – 1/60 sec. – Gitzo-Stativ 

Scharfe Bilder:
Ein Thema, das – wenn es nach der Werbung der Fotoindustrie geht – gar kein Thema mehr sein soll!

Immer mehr Autofocus-Felder in den Kameras mit Servo- oder Continous-Autofokus, schnelle Ultraschallmotoren – und trotzdem werden manche Aufnahmen nicht so hundertprozentig scharf?

Also eins nach dem anderen:

1. Für richtig scharfe Bilder geht nichts über ein stabiles Stativ!

2. Automatiken verstehen (lernen)!
Was macht denn mein Autofokus, beim scharf stellen? Welchen AF-Modus hab ich eingestellt?

3. Richtig scharf stellen!
Immer auf die Augen fokussieren! Die Kamera kann nicht wissen, was ich scharf haben will.

4. Üben, üben, üben!

Zuerst muss ermittelt werden, ob Verwacklungsunschärfen oder falsche Fokussierung die Ursache des Problems sind!

Verwacklungsunschärfen treten auf, weil z.B. die Belichtungszeit zu lange gewählt wurde (wenig Licht, lange Brennweiten, lange Verschlusszeiten, u.s.w.). In diesem Fall gilt – für Fotos aus der Hand – die Faustregel:

Verschlusszeit = 1/Brennweite

D.h. bei einer Brennweite von 300mm (ggf. + Cropfaktor durch APS-C Sensor (Nikon 1,5 / Canon 1,6)) – also z.B. 450mm bzw. 480mm Brennweite sollte mit einer Verschlusszeit von 1/450 bzw. 1/480 sec fotografiert werden. Das ergibt an der Kamera eine Verschlusszeit von 1/500 sec.

IS / VR & Co.
Diese Zeiten können durch den Einsatz von Bildstabilisatoren (ImageStabilizer (Canon) oder Vibration Reduction (Nikon)) um ca. 2-3 Stufen verlängert werden. Allerdings ist es immer ratsam, sich trotzdem (soweit möglich) an diese Formel zu halten!

Wenn es sich um Fehlfokussierungen handelt – der klassische Fall: Hintergrund ist total scharf, aber die Person im Vordergrund leider total verschwommen 😉 dann erst mal Trockenübungen machen, bevor man sich an Flugbilder von Greifvögel den Spaß verdirbt.

Also:

– man suche sich (vorerst) ein ruhendes Objekt, das nicht flüchten kann

– stelle den automatische Wechsel der Autofokusfelder ab und das mittlere Autofokus-Messfeld manuell ein. Hier handelt es sich i.d.R. um einen Kreuzsensor, der  auf waagerechte und senkrechte Strukturen scharf stellt (im Gegensatz zu den Liniensensoren). Moderne Kameras, wie z.B. die Canon 7D haben nur noch Kreuzsensoren verbaut, die hervorragend funktionieren.

– dann noch auf  One-Shot-Betrieb (bei Canon) oder AF-S (bei Nikon) stellen  – also kein Servo-AF oder AI-Focus (für diesen Test) verwenden

Dann auf eine Stelle mit viele Kontrast scharfstellen.

Genau auf diesem Punkt (siehe rotes Fokusfeld) muss die Schärfe liegen!
Ist das nicht der Fall, könnte es auch sein, dass am Objektiv ein Fehler vorliegt. Man spricht hier von Front- oder Backfokus. Solche Fehler können z.B. durch Justierungstoleranzen oder durch Abbildungsfehler entstehen. Wenn das der Fall ist, muss das Problem noch genauer untersucht werden. Hierzu gibt es Testbilder die man unter ‚kontrollierten Bedingungen‘ abfotografieren kann. Handelt es sich tatsächlich um ein Fokusproblem, dann würde ich das Objektiv direkt zum Hersteller schicken, um es justieren zu lassen!

Aber sehr oft handelt es sich um persönliche ‚Stockfehler‘ – wie man im Eishockey sagen würde …

Wenn der Fokus „sitzt“, kann es losgehen, mit der Fotojagd nach beweglichen Motiven – unter Einsatz von Servo-AF, AF-Spotmessung, AF-Zonenbetrieb, AF-Messfeldwechsel, u.s.w.
Viel Erfolg dabei!

Das macht natürlich mehr Spaß, als Eishockey-Figuren zu fotografieren … 😉

Und wer nicht damit klarkommt, kann ja immer noch den AF abschalten und manuell fokussieren! Das geht natürlich auch immer noch, und mit der Lupenfunktion im Live-View lässt sich die Schärfe prima am Display kontrollieren.


Die Qual der Kamerawahl

Welche Kamera ist die richtige Wahl?

Eine Digitalkamera – is klar! Aber welche?  Das sind unendliche Diskussionen in der Mittagspause – stimmt’s Kollegen???

Die Auswahl ist riesig – von der kleinen Point-and-Shoot, über Four-Thirds, Compact Camera oder Spiegelreflex (DSLR).

Die neuen Compact Cameras wie z.B. die SONY NEX-7 bieten laut Herstellerangaben DSLR-Qualität im Taschenformat und Flexibilität dank Wechselobjektiven. Hier ein Größenvergleich:

Kleiner ja! Leichter ja! Aber spielt das die große Rolle???
Das Objektiv an der NEX-7 ist nicht weniger klobig als das große 2,8/24-70 an der Canon 7D (klar, die Brennweite ist nicht wirklich vergleichbar).
Die Sonnenblende des 24-70 wirkt riesig (ist sie auch – aber gut!).

Aber die kleine Kombi ist nix für die Hosentasche – und auch nicht für große Männerhände.
Und wenn schon Kameratasche, dann kann ich auch gleich meine DSLR mitnehmen.
Die hat für mich einfach unschlagbare Vorteile in der Bedienung – nach wie vor!

Aber so ne kleine Kamera, die man immer dabei haben kann wäre ja nicht schlecht, oder?

Also:

Point-and-Shoot:

Vielleicht doch lieber eine richtig kleine Kamera, wie die Canon S95 oder die neue S100? Oder Nikon’s Coolpix-Serie oder Sony, Panasonic, Olympus und wie sie alle heisen …
Die haben halt immer noch den kleinen Sensor, der das größte Bildrauschen liefert und sind leider immer noch langsam.

Die optimalen ‚Gut Wetter-Kameras‘ für die Hosentasche. Aber wehe das Licht wird weniger …

Four-Thirds:

Das relativ neue System liefert mit Kameras wie der Panasonic GH-2 oder der Olympus-PEN-Serie eine unbestritten gute Bildqualität.
Aber parallel zu einem DSLR-System mit Wechselobjektiven macht das für mich (!) keinen Sinn.
Wenn es hauptsächlich auf Gewicht und Größe ankommt, und die Spiegelreflex daher ausscheidet sicher eine gute Wahl!

Großer CMOS Sensor:
(6,3 mal größer als die bisherige Canon-G-Serie – annähernd APS-C)

Bildqualität auf DSLR-Niveau verspricht auch Canon mit seiner neuen G1X mit großem CMOS-Sensor (14,3 Megapixel) und kompaktem Metallgehäuse – ohne Wechselobjektive.
Die Canon G1X – mit nagel neuem Sensor und mit Klapp-Monitor – ausgereiftes und erfolgreiches Konzept der G-Serie – vielfach erprobt?
Das ist (m)eine wirkliche Alternative parallel zu (m)einem DSLR-System.
Schade nur, dass das diese Kamera nur 28mm und kein 24mm Weitwinkel hat …

APS-C-Sensor – DSLR oder Compact Camera:

Eine kleine Spiegelreflex wie die Nikon D3100, D5100 oder die Canon 600D?
Die haben schon tolle Features, aber oft einen ‚ausbaufähigen‘, langsamen Autofokus und ’nur‘ ein Plastikgehäuse. Nix für die rauhe Natur!

Dann doch die Mittelklasse wie die Nikon D7000? Dann kann’s ja auch ne Sony NEX werden? Oder dann doch eine Four-Thirds?

Wann zum Teufel kommt endlich die Canon 7D MarkII, denn die normale 7D ist ja schon wieder alt – die kaufen wir nicht (mehr) 😉 – oder erst recht wenn die MarkII da ist und dadurch die alte billiger wird …

Vollformatsensor:

Hie hat NIKON heute die Messlatte sehr hoch gelegt: Nikon D800 mit 32 Megapixel!
(Zum Vergleich: die D700 hat gerade mal 12 Megapixel!) Bildqualität, die dem Mittelformat nahe kommen soll.

Die neue Canon 5D Mark III  gibt es immer noch nicht! Verdammt – wann kommt die endlich? Noch im Frühjahr oder doch erst im Herbst zur Photokina?
Was werden die unverzichtbaren Features sein? Wieviele Megapixel sind angesagt?

Bitte Canon: Es ist ja eigentlich ganz einfach:
Übernehmt doch einfach Autofocus und Gehäuse von der 7D und baut einen neuen Vollformat-Chip wie Nikon ein! Fertig!!!

Dann stehen ja noch die ganz teuren – äh großen, absoluten Profikameras wie die Canon 1DX oder die Nikon D4 zur Debatte. In so eine investieren?

Ne, für das Geld kauft meine Frau lieber einen gebrauchten Kleinwagen! Mir persönlich sind diese Kameras zu groß und wenn man viel zu Fuss unterwegs ist,  einfach zu unhandlich.

Alles klar? Blickt noch jeder durch mit den 4/3 XY 50.000D8XXMarkIIIII?

Es ist eigentlich ganz einfach: Irgend eine Kamera in die Hand und runter von der Couch!

Dann gibt es ja noch die Alternative: ‚Back to the roots‘

Stabile Gehäuse, faszinierende Mechanik – ohne viel Schnick-Schnack!
Aber halt auch ohne Schacht für eine Speicherkarte 😉 – 100 Jahre alt – tolle Mechanik.
Und sogar Blende und Verschlusszeit lassen sich einstellen …

Dieser Artikel erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit!
Und ist (manchmal) auch nicht wirklich ernst gemeint …

Gewidmet F.P.N. – der jetzt immer noch die Qual der Wahl hat!


Irgendwo in Schweden

Meine Ausstellungsbilder 2011: „Irgendwo in Schweden“

Diese Aufnahme wurde punktgleich als eines der 3 besten Ausstellungsbilder gewählt.
Vielen Dank dafür!!!


Die Wolkenformationen in Schweden sind oft sehr fotogen und gefallen mir persönlich besonders auf  Schwarz-Weiß-Bildern.
In diesem Fall zeigen die Wolken ein Wirrwarr aus verschiedenen Farben und Formationen am Himmel. Die Straße im Vordergrund und die Berge im Hintergrund bringen zusätzlich ‚Tiefe‘ in das Bild.

Die Aufnahme entstand bei Handöl in Jämtland.

Auf Wunsch einiger Ausstellungsbesucher hier noch die Technischen Daten zu der Aufnahme:
Canon EOS 7D – EF 17-40mm f/4L
ISO 200 – Brennweite 17 mm – f/16 -0,33 ev – 1/200 sec.

Fortsetzung folgt …