Die Geschichten zu meinen Bildern …

Archiv für Januar, 2011

28 Bussarde …

„Bevor man etwas achten kann, muss man es zuvor beachten“

Die 28 Bussarde die Anfang des Jahres tot bei Rheinstetten aufgefunden wurden, sind mit einem Nervengift vergiftet worden! Soviel steht mittlerweile nach den Untersuchungen der gefundenen Tiere fest.

Wer macht denn sowas??? Ohne Worte – das ist kaum zu glauben.
Ich freue mich, wenn ein Bussard über mir segelt, oder irgendwo am Straßenrand sitzt,
und andere bringen die Tiere gnadenlos um. Die Stadt hat 1.000 EUR Belohnung ausgesetzt!
Mehr dazu hier auf Rheinstetten.de oder hier beim NABU

Das reduziert in der nächsten Zeit die Chance auf solche Aufnahmen natürlich gleich Null!
Ein Jammer!

Bussard auf Mäusejagd

Mäusebussard auf Mäusejagd

Dieses Bild habe ich aus dem Auto aufgenommen. Das gelingt in der Regel nicht, da die Tiere wegfliegen, machmal sogar schon, wenn man das Fahrzeug leicht abbremst.
Dieser hier saß in einem Obstbaum in den Streuobstwiesen und war absolut auf seine Beute konzentriert, so dass ich meine Kamera in Position bringen konnte. Anscheinend war er hungrig und lies sich durch das parkende Auto – in gebührendem Abstand wohlgemerkt – nicht stören. Kurz danach der Sturzflug auf die Beute, aber die war wohl leider etwas schneller. Der Mäusebussard wedelte aufgeregt mit den Flügeln, sprang auf und ab, hob mit seinen kräftigen Krallen die Grasbüschel hoch, aber die Maus war in ihrem Loch verschwunden.

Bleibt nur zu hoffen, dass sich wieder neue Tiere bei uns niederlassen, und dass die Täter gefunden werden.

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Wie fotografiert man Sonnenuntergänge?

Ich wurde gefragt, wie und wo man am besten Sonnenuntergänge fotografiert.
Was verwendet man dazu? Stativ, ja oder nein – welche Blende, Filter u.s.w.?
Also hier einige Informationen dazu … Ich hoffe sie helfen ihnen/euch weiter.

Sonnenuntergang am Unden bei Tived - Västergötland, Schweden

Sonnenuntergang am Unden bei Tived - Västergötland, Schweden

Wo:
Das gibt es natürlich unendlich viele Möglichkeiten. Im Gebirge, an einem See, am Strand, …
Neuseeland, Hawaii, Patagonien, Scandinavien … Mir würden viele Orte einfallen!
Es müssen aber nicht immer die bekannten oder exotischen Locations sein. Das geht auch in der heimischen unspektakulären Umgebung.

Sonnenuntergang am Fermasee bei Rheinstetten, Baden Deutschland

Sonnenuntergang am Fermasee bei Rheinstetten, Baden Deutschland

An fremden Plätzen muß man manchmal die Aufnahme planen, um dann, wenn sich interessantes Licht bietet, zur richtigen Zeit auf der richtigen Seite eines Sees oder eines Berges zu sein. Dazu können Kompass, Landkarte, Google-Earth, Maps o.ä. hilfreich sein.

Wie:
Wie ‚man‚ das fotografiert, kann ich hier nicht sagen.
Ich kann nur beschreiben, wie ich das mache, und jeder andere kann das auch!
Mit Sicherheit gibt es viele, die das komplett anders machen – auch das ist mit Sicherheit gut – oder besser!
Also einfach mal ausprobieren und auch mal die ‚Regeln‘ bewusst brechen.
Ein Sonnenuntergang muß nicht immer knallig orange-rot sein,
sondern sieht auch in Schwarz-Weiss gut aus.

Sonnenuntergang am Nulltjärnarna, Vålådalen - Jämtland, Schweden

Sonnenuntergang am Nulltjärnarna, Vålådalen - Jämtland, Schweden

Was braucht man dazu?

Kamera
Das tut heute eigentlich jede Kamera, von der professionellen Spiegelreflexkamera (DSLR), bis runter zu den Einsteigermodellen und Kompaktkameras.

Objektiv
Hier wird es schon interessanter.  Bei Sonnenuntergängen haben von Weitwinkel, bis zum Teleobjektiv eigentlich alle ihre Daseinsberechtigung. Je nach Motiv. Die Lichtstärke spielt eigentlich auch nicht die große Rolle, so daß es auch die günstigen Kit-Objektive tun. Es müssen also keine Profiobjektive sein. Wer die hat, natürlich umso besser!

Beispiel mit dem Teleobjektiv – in diesem Fall 300 mm Brennweite und Blende f4

Sonnenuntergang bei Dietmansried - Allgäu, Deutschland

Sonnenuntergang bei Dietmansried - Allgäu, Deutschland

Beispiel mit dem Weitwinkelobjektiv – in diesem Fall 17 mm Brennweite und Blende f16

Sonnenuntergang am Kallsjön - Jämtland, Schweden

Sonnenuntergang am Kallsjön - Jämtland, Schweden

Bei kleiner Blende (d.h. je größer der Blendenwert), wird die Sonne sternförmig dargestellt!

Beispiel mit mittlerem Zoomobjektiv (70-200) – in diesem Fall 93 mm Brennweite und Blende f4 – ohne Stativ mit IS

Sonnenuntergang bei Lysøysund - Sør-Trøndelag, Norwegen

Sonnenuntergang bei Lysøysund - Sør-Trøndelag, Norwegen

Stativ / Bildstabilisierung
Wann immer möglich benutze ich mein Stativ! Nur Stabil muß es sein!!! Diese billigen, klapprigen 40,- EUR Teile kann man getrost im Schrank lassen.
Ich habe 2 GITZO-Stative, aber es gibt auch von MANFROTTO, VELBON und den ganzen anderen Herstellern sehr gute Stative.
Letztendlich ist das Geschmacksache, und jeder muß für sich das Richtige finden.

ACHTUNG: VR oder IS abschalten, wenn ein Stativ zum Einsatz kommt.
Es sei denn, ihr habt so ein 40,-EUR-Teil mit einer meterhoch ausgefahrenen Mittelsäule, dann doch besser Stativ weglassen und IS  einschalten. 😀

Sonstiges
Fernauslöser, kann sein, muß aber nicht. Zur Not tut es auch der Selbstauslöser an der Kamera.
Spiegelvorauslösung hat nicht jede Kamera, wenn eure Kamera das Feature hat, dann einschalten!
Alles was der Verwacklung entgegen wirkt ist gut für scharfe Bilder. Besonders bei langen Brennweiten.

Was ist einzustellen?

Automatikprogramme
Die heutigen Kameras haben tolle Automatiken und Motivprogramme. Ich nutze sie nicht. Weder bei der Belichtung noch bei ISO oder Weissabgleich.
Besonders letztere sind mit Vorsicht zu geniessen. Da es durch das wenige Licht zu relativ langen Verschlußzeiten kommen kann, versucht die Automatik dagegen zu steuern.

ISO:
Ich stelle einen niedrigen ISO-Wert (100 oder 200) ein (ohne Stativ ggf. etwas höher), um wenig lästiges Bildrauschen zu bekommen. Die glücklichen Benutzer einer Vollformat DSLR können hier natürlich großzügiger sein, aber bei den kleinen Kompaktkameras ist eigentlich bei ISO 400 Ende – für meinen Geschmack jedenfalls. Auch wenn die Hersteller da anderer Meinung sind.  Zur Not gibt es ja noch Software, die das Bildrauschen wieder reduzieren kann.

Weißabgleich:
Ich benutze in ca. 90% meiner Bilder die Einstellung ‚Blitz‘. Dadurch bleiben die Farben wie sie wirklich waren. Mir sind die Automatikbilder oft zu ‚blaustichig‘.

Farbfilter:
Nein danke! – Ich benutze keine Farb- und keine Polfilter! Manchmal einen Grauverlauf oder Graufilter, aber nicht bei Sonnenuntergängen.

Dateiformat:
Ich fotografiere immer in RAW. Dieses Format speichert einfach viel mehr Bildinformationen als JPEG. Wer die ‚ausgefranzten‘ Histogramme (z.B. bei der Tonwertkorrektur) schon mal gesehen hat, der weiß was ich meine.
Die RAW-Konverter wie Aperture, Lightroom, u.s.w. bieten großartige Möglichkeiten, die Rohaufnahmen zu entwickeln. Einfach mal ausprobieren!!

Belichtungsreihen (Exposure Bracketing):
Sofern die Kamera dieses Feature bietet, kann eigentlich nichts mehr schief gehen, was die Belichtung angeht. Einfach einige Belichtungsreihen (z.B. -2, -1, 0 , +1, +2) machen und gemütlich daheim die besten Ergebnisse aussuchen und den Müll wieder beseitigen.

Vielleicht läßt sich ja aus der Belichtungsreihe sogar noch ein gutes HDR-Bild machen …
Wer dieses Feature nicht hat, kann über die manuelle Belichtungskorrektur arbeiten.
Zur Not kann man auch über die Bildbearbeitung nachregeln.

ACHTUNG: Nicht immer auf die Anzeige im Kameradisplay verlassen. Zuhause am Monitor kann das Bild ganz anders aussehen.
Wer Histogramme lesen kann, sollte diese nutzen um die Belichtung zu kontrollieren.
(Dazu mal irgendwann mehr …)

Wann:
Die besten Farben gibt es manchmal auch erst nach Sonnenuntergang, als nicht zu früh das Equipment wegpacken und lieber noch 30 Minuten warten.

Sonnenuntergang bei Sankt Anna - Östergötland, Schweden

Sonnenuntergang bei Sankt Anna - Östergötland, Schweden

So, ich hoffe, ich hab nichts vergessen.
Also, immer schön den Himmel beobachten und raus in die Natur!
Viel Freude beim nächsten Sonnenuntergang.
Fernsehen ist nichts gegen einen unvergesslichen Sonnenuntergang!

Und im Gegensatz zu einem Sonnenaufgang muss man nicht so früh aufstehen … 😉

Sonnenaufgang am Lusen, Bayrischer Wald, Deutschland

Sonnenaufgang am Lusen, Bayrischer Wald, Deutschland


Wildniss am Altrhein

Wildniss am Altrhein

Wildniss am Altrhein - Rheinauen bei Rheinstetten

Stille an einem frühen Wintermorgen am Altrhein.
Der Wasserstand ist niedrig, es ist windstill. Die feinen Strukturen der Äste der Weiden spiegeln sich im ruhigen Wasser.

Ein leichter HDR-Effekt verstärkt die Strukturen im Bild.


Lappland bei -30°C

Hundeschlitten "Erlebnis Wildnis" bei Sorsele, Schweden

„Gib mir Schnee, gib mir Hunde; und den Rest kannst Du behalten“ Knud Rasmussen (Polarforscher)

Perfektes Winterwetter bei Sorsele im Norden Schwedens. Wir waren Ende Dezember zu Besuch bei Matthias und Barblina Schnyder und ihren Schlittenhunden. Matthias und Barblina zeigten uns ihre Polarhunde, wobei die Kinder natürlich von den jungen Welpen begeistert waren und kaum wieder loskamen. Optimales (Foto-)Licht lieferte die tiefstehende Wintersonne, die den Hundeschlitten auf dem gefrorenen Vindelälven perfekt beleuchtete. Dann durfte jeder mal mit auf den Schlitten steigen und mit Matthias eine Runde drehen. Zum Aufwärmen gab es dann noch leckere Grillwürstchen und warmen Tee und einen kleinen Wettkampf mit Schneeschuh-Wettlauf und Schlitten ziehen.

Die Kamera funktionierte tadellos – der Atem gefror zwar direkt an der Rückseite des Gehäuses, aber weder Akku noch Autofocus zeigten irgendwelche Schwächen. Irgendwann machten aber meine Finger schlapp – trotz den dünnen Fotohandschuhen unter den Skihandschuhen …

Aber : „Gänsehaut kriegt man im Norden nicht nur weil es kalt ist“
Mehr zu den Polarhunden und Familie Schnyder gibt es unter http://www.erlebnis-wildnis.com

Mehr Bilder gibt es hier in meiner Fotogalerie Lappland

Das ist Sayo, eine kleine Siberian Huskyhündin. Ihr Name bedeutet, die in der Nacht geborene.

Das ist Sayo, eine kleine Siberian Huskyhündin. Ihr Name bedeutet, die in der Nacht geborene.