Die Geschichten zu meinen Bildern …

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Gänsesäger

Gänsesäger

Gänsesäger (Mergus merganser) am Cannobino, einem Zufluss zum Lago Maggiore in Piemont, Italien. Der klare Fluss ist perfekt für die bis zu 68cm großen Entenvögel.

Gänsesäger

Gut getarnt sitzen die Gänsesäger auf den Felsen im Wasser.

Gänsesäger

Nach einer kurzen Ruhepause geht es wieder in das klare Wasser – auf Tauchstation …

Gänsesäger
Gänsesäger
… dabei suchen die Säger nach kleinen Fischen, nach denen sie dann tauchen.

Jagderfolg: ein kleiner Fluss-Schleimfisch (Salaria fluviatilis) zappelt noch, hat aber keine Chance mehr.

Gänsesäger
Mit dem Hakenschnabel und den Sägezähnen wird die Beute festgehalten.

Gänsesäger
Diesem sägenartig gezähnten Schnabel verdanken die Tiere auch ihrenNamen.

 

In schönem Licht zeigt das Weibchen seine Haarpracht.
Gänsesäger

Gänsesäger

Gänsesäger

Im Winter sind Gänsesäger auch manchmal bei uns in den Rheinauen zu Gast. Dann allerdings selten in so schönem Licht 😉

Die Gänsesäger stehen leider auch auf der Roten Liste gefährdeter Arten.

 

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Der Eisvogel

(Alcedo atthis)

Flussjuwel, pummeliger Edelstein, geschickter Jäger – bei den Namen, die der Eisvogel zugeteilt bekommt sind manche Leute enorm erfinderisch. Mir persönlich gefällt der treffende englische Name ‚Kingfisher‘ wesentlich besser 😉

Eisvogel (Alcedo atthis)

Eisvogel (Alcedo atthis)

Tatsächlich wirkt der mit ca. 16-18 cm spatzengroße Vogel durch seine prächtige Farbe im Vergleich zu den anderen heimischen Vogelarten exotisch. Ob der deutsche Name etwas mit der „eisblauen“ Farbe zu tun hat ist strittig. Jedenfalls macht ihn seine schöne Farbkombination aus Orange, Türkis- und Blautönen unverwechselbar!

Eisvogel (Alcedo atthis)

Von einer Sitzwarte in Wassernähe setzt der Eisvogel zum Sturzflug auf seine Beute an. Hier hat der geschickte Jäger einen kleinen Flusskrebs erbeutet.

Eisvogel (Alcedo atthis)

Eisvogel (Alcedo atthis)

Wer den Eisvogel beobachten möchte, sollte auf seinen auffallenden Ruf achten. Denn oft hört man die Rufe, bevor man die rasanten Flieger tatsächlich entdeckt.

 

Der Eisvogel war 1973 und 2009 Vogel des Jahres in Deutschland.

 

 


Graureiher im letzten Licht

Graureiher am Rhein – erste Erfahrungen mit den neuen Tamron SP 150-600mm f5-6,3 Di VC USD

Nach meinen ersten, vielversprechenden Tests an der Canon 5D III hat mich interessiert, wie sich das hochgelobte Objektiv an einer APS-C Crop-Kamera (Faktor 1,6) schlägt. Immerhin kommt diese Kombi auf 960 mm Brennweite!

Das ist schon ein Wort und soviel Brennweite, dass man sich den scheuen Graureihern gut nähern kann, um diese auch formatfüllend fotografieren zu können – ohne die Tiere zu verscheuchen.

Graureiher, Ardea cinerea - Rheinauen, Deutschland
Graureiher  (Ardea cinerea) – Rheinauen bei Au am Rhein, Deutschland
Canon 7D – Tamron SP 150-600mm f5-6,3 Di VC USD – ISO 320 – 600mm – f6,3 – 1/250

Das Objektiv macht wirklich viel Spaß, ist Spritzwassergeschützt, hat einen Bildstabilisator (VC Vibration Compensation) und einen Ultraschallmotor (USD Ultrasonic Silent Drive). Schön wären 2 Gewindebohrungen an der Stativschelle, zum  besseren Schutz gegen verdrehen der Schnellwechselplatte. Die Feststellschraube der Stativschelle ist entgegen meiner Canon-Stativschelle schräg nach oben anstatt nach unten gerichtet. Das finde ich nicht ganz optimal gelöst.

Graureiher, Ardea cinerea - Rheinauen, Deutschland

Graureiher  (Ardea cinerea) – Rheinauen bei Au am Rhein, Deutschland
Canon 7D – Tamron SP 150-600mm f5-6,3 Di VC USD – ISO 320 – 600mm – f6,3 – 1/400

 

Bei solchen Lichtverhältnissen könnte man natürlich gut 1 oder 2 Blenden mehr Lichtstärke vertragen, aber dafür muss man schon rund den 10-fachen (!) Preis für die deutlich schwereren Lichtriesen auf den Ladentisch blättern 😉
Mit knapp 2 kg Gewicht ist das Tamron noch gut tragbar und bietet viel Flexibilität.

Graureiher, Ardea cinerea - Rheinauen, Deutschland
Graureiher  (Ardea cinerea) – Rheinauen bei Au am Rhein, Deutschland
Canon 7D – Tamron SP 150-600mm f5-6,3 Di VC USD – ISO 100 – 600mm – f18 – 1/8

Um die unruhige Strömung des Wassers weicher darzustellen, habe ich bei diesem Bild eine relativ lange Verschlusszeit verwendet. Die Reiher halten wirklich erstaunlich ruhig ihre Stellung, ansonsten wäre so eine Aufnahme nicht möglich.

Diese Aufnahmen sind alle vom Stativ entstanden. Zu dem Bildstabilisator kann ich noch nicht viel sagen. Die seitlichen Bedienelemente (AF/MF, Stabilisator ON/OFF und die AF-Beschränkung FULL oder 15m bis unendlich) fallen leider etwas flach aus und sind mit Handschuhen nicht optimal zu bedienen.

Graureiher, Ardea cinerea, umringt von Mücken - Rheinauen, Deutschland

Graureiher  (Ardea cinerea) – Rheinauen bei Au am Rhein, Deutschland
Canon 7D – Tamron SP 150-600mm f5-6,3 Di VC USD – ISO 100 – 600mm – f6,3 – 1/250

Dieser Kollege hier ist umringt von Mücken, und blickt ziemlich verblüfft in meine Richtung.

 

Das Objektiv ‚Made in China‘ wirkt insgesamt sehr wertig und gut verarbeitet. Der Autofocus funktioniert treffsicher, schnell und leise.
Die Abbildungsleistung ist vor allem an der Canon 5D III nach meinem Ermessen sehr gut.
Aber irgendwo muss sich der hohe Preisunterschied natürlich auch negativ bemerkbar machen:
Bei extremen Lichtverhältnissen (sehr heller Hintergrund) zeigen einige Aufnahmen leichte chromatische Aberrationen, also Farbsäume am Übergang hell/dunkel. Vignettierungen konnte ich bisher noch nicht feststellen.

 

Tamron SP 150-600mm f5-6.3 Di VC USD

Soweit mein erster Eindruck nach den ersten ca. 300 Aufnahmen.

 

Wie sich das Objektiv in der rauhen Natur halten wird – vor allem bei widrigen Umständen und nach oftmaligem Zoomen – muss sich noch zeigen …

 

 

 

 


Sturzflug

Meine Ausstellungsbilder 2011: „Sturzflug“

Canon EOS 7D – EF400mm f/5,6L USM
ISO 100 – Brennweite 400 mm – f/5,6  0 ev – 1/1250 sec. – Stativ 

Eine Dreizehenmöwe im Anflug auf ihren Brutfelsen in Bulbjerg, im Norden von Jütland in Dänemark.
Wenigstens eine Tieraufnahme sollte in meinem Portfolio schon dabei sein! Meine Auswahl viel auf diese Flugaufnahme vor wolkenlosem Himmel.
Mit lautem Geschrei in vollem Tempo, der leuchtend rote Schnabel aufgesperrt. Hier brüten ca. 500 Paare der Dreizehenmöwe.

Und ausnahmsweise noch ein Bild von mir, beim fotografieren der Möwen.
Vielen Dank an Familie Gruber für die prima „Reiseleitung“, Unterkunft und natürlich das Bild!

Foto: M.Gruber


28 Bussarde …

„Bevor man etwas achten kann, muss man es zuvor beachten“

Die 28 Bussarde die Anfang des Jahres tot bei Rheinstetten aufgefunden wurden, sind mit einem Nervengift vergiftet worden! Soviel steht mittlerweile nach den Untersuchungen der gefundenen Tiere fest.

Wer macht denn sowas??? Ohne Worte – das ist kaum zu glauben.
Ich freue mich, wenn ein Bussard über mir segelt, oder irgendwo am Straßenrand sitzt,
und andere bringen die Tiere gnadenlos um. Die Stadt hat 1.000 EUR Belohnung ausgesetzt!
Mehr dazu hier auf Rheinstetten.de oder hier beim NABU

Das reduziert in der nächsten Zeit die Chance auf solche Aufnahmen natürlich gleich Null!
Ein Jammer!

Bussard auf Mäusejagd

Mäusebussard auf Mäusejagd

Dieses Bild habe ich aus dem Auto aufgenommen. Das gelingt in der Regel nicht, da die Tiere wegfliegen, machmal sogar schon, wenn man das Fahrzeug leicht abbremst.
Dieser hier saß in einem Obstbaum in den Streuobstwiesen und war absolut auf seine Beute konzentriert, so dass ich meine Kamera in Position bringen konnte. Anscheinend war er hungrig und lies sich durch das parkende Auto – in gebührendem Abstand wohlgemerkt – nicht stören. Kurz danach der Sturzflug auf die Beute, aber die war wohl leider etwas schneller. Der Mäusebussard wedelte aufgeregt mit den Flügeln, sprang auf und ab, hob mit seinen kräftigen Krallen die Grasbüschel hoch, aber die Maus war in ihrem Loch verschwunden.

Bleibt nur zu hoffen, dass sich wieder neue Tiere bei uns niederlassen, und dass die Täter gefunden werden.